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Der Dieselmotor wurde in den Jahren 1892 - 97 von Rudolf Diesel (1858 - 1913) in Zusammenarbeit mit der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg entwickelt. Rudolf Diesel hielt die Firma Gebrüder Sulzer in Winterthur über seine Motorenversuche auf dem Laufenden, hatte er vorher doch einige Zeit bei Sulzer gearbeitet. Sulzer erkannte früh, dass der Dieselmotor eine scharfe Konkurrenz zur Dampfmaschine darstellte und begann daher bereits 1896 mit eigenen Entwicklungsarbeiten. 1897 lief der erste Sulzer-Dieselmotor.

Begünstigt durch die vorhandene Wasserkraft, die damaligen Steuerverhältnisse, den Anschluss ans Eisenbahnnetz und das grosse Arbeiterpotential war das Wasseramt entlang der Emme ein Schwerpunkt der frühen Industrialisierung im Kanton Solothurn. Zwischen 1860 und 1900 entstanden und entwickelten sich hier auf engerem Raum verschiedene grosse Industriebetriebe. Die 1872 gegründete Kammgarnspinnerei Derendingen öffnete 1874 ihre Tore. 1907 folgte die Fusion mit der Kammgarnspinnerei Schaffhausen zu den Vereinigten Kammgarnspinnereien Schaffhausen und Derendingen. Parallel zum Anstieg der Produktion nahm der Energiebedarf rapid zu. In Ergänzung zur Dampfkraft und den Wasserkraftwerken am Emmenkanal wurde 1911 ein Dieselaggregat in Betrieb genommen, um unabhängiger von der je nach Wasserstand schwankenden Wasserkraft zu werden und die Spitzen des Energiebedarfes abzudecken.

Im Zusammenhang mit der etappenweisen Neuüberbauung des Areals durch die Scintilla AG wurde für die neue Energiezentrale der bisherige Standort des Diesels benötigt. Die Einwohnergemeinde Luterbach bot sich an, das Dieselaggregat zu übernehmen. Dank der Bereitschaft der Hydroelectra AG, neben ihrem Kraftwerk in Luterbach Land zur Verfügung zu stellen, konnte am Emmenkanal eine ideale Lösung gefunden werden. Der Diesel wurde im Mai/Juni 1999 durch pensionierte Monteure der Wärtsilä NSD (ehemals Sulzer) sorgfältig demontiert und nun in der neu erstellten, verglasten Maschinenhalle wieder aufgestellt. Der Motor befindet sich in funktionsfähigem Zustand und wird während Führungen mit einem Elektromotor in Betrieb gesetzt. Zusammen mit dem alten Wasserkraftwerk von 1887/88 bildet der Dieselmotor ein kleines, fachkundig betreutes industriegeschichtliches Museum und ist in den Industrielehrpfad des Solothurner Heimatschutzes integriert.

Die neue Maschinenhalle wurde bewusst als transparente, moderne Hülle um den alten, kräftigen Motor gestaltet. Auch das Demo-Solarsegel soll ausgehend vom industriegeschichtlichen Museum Wege und Ideen für die Zukunft zeigen.

Einwohnergemeinde Luterbach Scintilla AG, Zuchwil/Luterbach Hydroelectra AG, Heerbrugg Kanton Solothurn Bundesamt für Kultur

Falls Sie das Diesel Museum Besuchen möchten, melden Sie sich bitte bei:

Herr Zuber Hanspeter 032 682 38 40

oder

Kantonale Denkmalpflege
Werkhofstr. 55
4500 Solothurn
065 21 25 77

siehe auch unter http://musesol.ch "Industriemuseum am Emmenkanal"

Die Rettung dieses gewichtigen industriegeschichtlichen Zeugen konnte nur dank der Unterstützung folgender Firmen, Institutionen und Personen realisiert werden:

  • Schweizerische Stiftung Pro Patria
  • Solothurner Heimatschutz
  • Hans-Peter Zuber, Bildhaueratelier, Luterbach
  • Adhihetty + Schnider, Architekten ETH/SIA, Solothurn
  • Diggelmann + Partner AG, Bauingenieure SIA/USIC, Bern
  • Solothurner Bank SOBA
  • und viele weitere Firmen, Institutionen und Personen

Solothurnstrasse 53
Zuchwilstrasse Richtung Solothurn vor Emmenbrücke links

Hanspeter Zuber
Hallenwart

+41 (0)32 682 38 40

Führungen nach Absprache

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